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|  Gamedesign und Figurentheater | | | |
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| < http://de.wikipedia.org/wiki/Puppentheater |  | |  wikipedia Figurentheater (früher üblicherweise und heute noch populär Puppentheater genannt) ist eine Sonderform des darstellenden Spiels. Es hat im Normalfall den von einem Figurenspieler oder Puppenspieler animiertes Objekt, welches ein menschenähnliches Gebilde, einen Gegenstand oder Material als Agierenden und Handlungsträger im Zentrum der Inszenierung. Früher oft abwertend als Kinderkram (Kaspertheater) verachtet, genießt das moderne Figurenspiel heute weltweit den Ruf einer neu (wieder-)entdeckten Kunstform. Sie bedient sich häufig der offenen Spielweise, tritt in Kontrast und Zusammenspiel mit Schauspielern und kooperiert mit verschiedensten anderen Kunstgattungen unter Einbezug der modernen Medien (Crossover).
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|  verschiedene Arten von Figurentheater Gekoppelt an den Menschen (Mensch ist Teil der Puppe) auch visuell - Maske - Kaukautzky
Noch gekoppelt aber unsichtbar (Mensch steuert verdeckt die Puppe) - Fingerpuppe - Fantoche - Handpuppe - Wassertheater (Vietnam)
entkoppelt, leicht magisch (Mensch steuert die Puppe) - Schatten - Marionette - Mechanisches Theater
> meist kleiner, entstellt (=neu kreiert) > Medienbruch als Grundlage der Faszination?
|  | |  Gamedesign gekoppelt: - EyeToy
Bewegung gekoppelt: - Wii-Games
entkoppelt (am Häufigsten) - Avatar-Puppe (wie Marionette - vereinfachte Steuerung) | | | |
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|  Medienbrüche im Figurentheater | | | |
|  Die Zukunft des Gamedesigns oder Medienbrüche aus dem Figurentheater Elektronische Spiele sind eigentlich sehr clean. Es gibt eine trennende Scheibe zwischen Betrachter und Betrachtetem, zwischem dem Zuschauer/Spieler und der Spielwelt. Es ist aus diesem Grund auch schwierig im Gamedesign Emotionen zu vermitteln. Fiktion entsteht dort erst durch den Einbezug von Sound, Grafik und Story. Demgegenüber steht das Figurentheater, das mit fassbaren Objekten arbeitet und diese werden als Figuren dann im Schauspiel zum Leben erweckt. Dabei scheint wichtig, dass die Bewegungen der Figuren sehr präzise und auch persönlich sind. Die Figuren bewegen sich analog übersetzt zu den Bewegungen der Hände, Füsse oder dem Mund. Diese Präzision findet im Moment keine Entsprechung im Gamedesign. Meist bewegen sich Spielfiguren einfach nur stereotyp vorwärts. Man drückt einen Knopf und Super Mario springt vorwärts, fest vordefiniert und animiert und jedes mal genau gleich! Selbst bei Spielekonsolen mit Bewegungssensoren wie etwa der Wii werden die Bewegungen dann in vorgefertigte Bewegungen umgesetzt. Aus diesen Gründen ist das Gamedesign auch auf der Suche nach neuen „persönlicheren“ Eingabemöglichkeiten und Interaktionsmöglichkeiten und so haben wir denn auch eine digitale Puppe (Mosaic Bär) entwickelt und sind daran eine digitale Marionette zu bauen.
Fürs Figurentheater umgekehrt können digitale Mittel auch die Möglichkeit sein zu experimentieren, Medienbruchstellen zu schaffen, Räume zu vergrössern und Aussenraum einzubauen (gut sichtbar bei akhe – white cabin). Spannenderweise zerstören gerade diese eingebauten Aussenaufnahmen bei „white cabin“ und Aussenszenen die Fiktion der Stücke nicht, sondern werden gekonnt eingebaut und unterstützen die Szenen. Figurentheater scheint – dies ganz im Gegensatz zu den Spielwelten – von verschiedenen Medienbrüchen zu leben. Angefangen bei den Figuren, die aus verschiedenen Medien zusammengesetzt sind (Glas, Ton, Holz, Stoff – wahres Multimedia), über die Präsentation und Animierung der Figuren bis hin zur Vertonung (menschliche Stimmen) glaubt man diesen Welten, vermutlich, weil sie gerade so zusammengesetzt sind wie die zusammengesetzte Realwelt. Noch mehr profitiert das Figurentheater bei Stücken wie Hotel Moderns „Great War“ von Medienbrüchen und Verdoppelungen. Die Einführung einer eigenständigen Kamera im Stück und deren projeziertem Bild, ermöglicht es, das Stück aus verschiedenen Perspektiven zu verfolgen und sich zu fragen, was passiert da eigentlich. Bezieht man noch die interaktiven Möglichkeiten wie digitale Marionetten ein, so lassen sich etwa grössere Schauspiele aufführen, indem man zuerst jede Figur einzeln spielt und das dann am Ende zusammensetzt. Aber vielleicht ist dies schon fast zu wenig „Bruch“ und zu sehr „Spiel in einem Medium“.
So lässt sich am Ende sagen, dass das Game(design) mehr Figurentheater braucht für die Zukunft, damit es fassbarer und eigenständiger wird.
| (Bauer René) 11-6-2010 / 15:53 | | Mosaic-Bär und seine digitale austauschbare Entsprechung
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User: Anonymer Gast

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