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 Material: Odysseen des Wissens (2000) Zitat: "Der Text wird zu einer Oberfläche, zu einer Schnittstelle für die Begegnung von Leser und Schreiber, Urheber und Nutzer, Sender und Empfänger ... Ob solche Versuche wirklich längerfristig und nachhaltig neue Diskursformen herausbilden helfen, vielleicht sogar die von Hypertext-Theoretikern immer wieder geforderte (und von den Programmentwicklern bisher nie eingelöste ...) Hybridisierung zwischen Form und Inhalt, Text und Kontext, Produktion und Rezeption, zwischen Autorfiktionen und Leserimaginationen ... zu bearbeiten und managen helfen - wird die Zukunft gezeigt haben werden. Hören wir endlich auf, zu lesen und zu schreiben und die Geschichte immer wieder zu wiederholen, und fangen wir endlich an, gemeinsam zu Schreib/Lesern zu werden, d. h. unsere kulturellen, mentalen, diskursiven ... Wissenssysteme zu verknüpfen, unsere Lieblingsstellen und Lektüre-Momente, Lesezeichen, Randbemerkungen, Fußnoten ... auszutauschen und das Internet als einen interkulturellen intertextuellen Diskursraum zu benutzen. Nicht das Taschenbuch, eine mailinglist, Hypertext, ebook oder verteilte Annotationssysteme sind revolutionär, sondern der Gebrauch, den wir davon machen!" (Heiko Idensen, 2000)
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http://www.hyperdis.de/enzyklopaedie/
"work in progress gemeinschaftlicher Recherche-, Schreib-, Editier- und Kommentierungsprozesse an einer Enzyklopädie, die von WissenschafterInnen und KünstlerInnen aus den verschiedensten Bereichen zusammengeschrieben wird.
In einer Verschränkung von inhaltlicher Recherche und Aufbereitung aller im Projekt" "Odysseen des Wissens" angesammelter Materialien und Dokumente arbeiten wir gemeinsam mit Kooperationspartnern an:
* netzwerkgestützten Schreiboberflächen und Aufschreibesystemen * Mapping- und Archivwerkzeugen * dem Entwurf einer offenen Informationslandschaft * hybriden Produktions- und Publikationsweisen (zwischen Netz/CD-ROM/Buch per publishing on demand) * einem haptischen Interface für eine Buchversion, die in materialisierter gedruckter Form, die digitalen Diskurstechniken simuliert und die einzelnen Textpartikel in Form eines Lexikons in vielfacher Weise benutzbar macht: nachschlagen, querlesen, in Beziehung setzen, im Netz weiterschreiben ...
Die verschiedenen AutorInnen schreiben nicht nur zeitversetzt am selben Dokument, tauschen nicht nur ihre Zettelkästen, Zitatdatenbanken oder Referezen aus oder annotieren, kommentieren und ergänzen feststehende Texteinheiten, sondern sie entwerfen verschiedene Perspektiven, konstruieren Ein-, Aus- und Übergänge zwischen den Texten und re- und dekontextualisieren ihre Eingaben dabei permanent ..."
Eine ausführliche Zusammenstellung der Geschichte der Odyssee des Wissens (Vorgeschichte zum Projekt 2000) von Heiko Idensen ist zu finden auf: http://www.opentheory.org/odysee_history/text.phtml
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http://www.netzliteratur.net/idensen/odyseen.html Odysseen im Schreibraum Utopien, Abgründe und Möglichkeiten des Schreibens im Netz. Kommentierte Aufarbeitung von Heiko Idensen
"Trotz aller Experimente im Bereich der Medien- und Netz-Kunst bzw. kommunikationsorientierter Kunst-Projekte, trotz der Versuche, durch mediale Schaltungen und Vernetzungen Gruppen, Populationen, Kollektive, Vielheiten zum Sprechen zu bringen, anstatt isolierte Werke und Texte einzelner Subjekte zu präsentieren, trotz dezidiert demokratischer Gebrauchsweisen neuer Medien, trotz Gruppenarbeit in neueren Ausbildungs-Szenarien und kollaborativer Strukturen in weiten Bereichen von Natur- und Technik-Wissenschaften und trotz community-basierter Kommunikationsformen in mailing-lists, Webforen ...
... basiert der Diskurs der Kulturwissenschaften noch immer hauptsächlich auf Aussagen und Texten, die aus ganz klassischen Autorenfunktionen generiert und in der Folge dann auch unter dem Namen eben jener Autoren kommuniziert werden.
Das ist umso verwunderlicher, als gerade die Kultur- und Geisteswissenschaften es eigentlich besser wissen müssten, werden sie doch seit den 60er Jahren permanent und nachhaltig infiziert vom einem Virus, das das Ende des Autors, des Buches, des Subjekts, ja der hierarchischen Baumstrukturen genealogischer Macht-Verhältnisse überhaupt verheißt."
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Odysseen des Wissens war der Versuch, eine kollaborative Enzyklopädie mittels Wissenschaftlern und Künstlern zu erstellen. Gescheitert ist das Projekt nicht an den technischen Möglichkeiten und Werkzeugen, sondern am Willen der Urheber zur freien Kollaboration, was eben auch den Verzicht auf vollkommene Identifizierung und Kontrolle des eigenen Textes und den Mut zu Unfertigem bedeutet hätte. Auf gut Deutsch: Die angehenden Professoren konnten sich nicht auf ein solches Experiment einlassen, weil sie befürchteten, solches Verhalten würde ihre Karrierechance schmälern.
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Giesecke - Buchkultur (System)
Schnitt: Siehe Wikipedia... go to Wiki
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User: Anonymer Gast

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